Beten lernen: Wie man beten kann.

Gepostet von  faithbook  
 am 17 Januar 2014

Beten lernen: Wie man beten kann.

«Jetzt hilft nur noch beten!» ist eine bekannte Aussage, die oft von Menschen in Not gemacht wird. Beten für ein krankes Kind, den geliebten Ehepartner? Dann, wenn nichts anderes mehr hilft? Oder lohnt es sich, statt in grösster Not schon früher zu beten, sozusagen eine regelmässige Beziehung zu Gott zu pflegen?

Was ist beten?

Ein Gebet ist Reden mit Gott. Kann man einfach so beten oder gibt es gewisse Voraussetzungen? Immerhin handelt es sich um einen Dialog zwischen Mensch und Gott. Beten wird im Volksmund auch negativ angewendet. Dann, wenn jemand «etwas herunter betet». Das bedeutet umgangssprachlich «einen langweiligen Vortrag halten». Diese eher negative Auslegung kommt von daher, weil es in der Bibel geistliche Führer gab, die bewusst lange Gebete in der Öffentlichkeit herunterleierten. Damit wollten sie in der Öffentlichkeit als besonders «geistlich» wirken. Dem wirkte Jesus Christus entgegen, indem er das Vaterunser Gebet als Anleitung empfahl. Was hier das Vaterunser Gebet von den leiernden Geistlichen unterscheidet, ist nicht nur die Länge. Es ist das Resultat einer inneren Haltung.

Gott ist Gott und ich bin Mensch

Wenn jemand betet, ist das etwas ganz Besonderes: Vergängliches trifft auf Ewiges und Orientierungsloses auf Liebendes. Der Mensch trifft auf den heiligen Gott. Auf diesen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat und der laut Bibel einst eine neue Erde schaffen wird.

Welche innere und äussere Haltung sollen wir beim Beten einnehmen?

«Bist DU Jesus?» fragte der ehemalige Hooligan Oliver Schalk einen ihm völlig unbekannten Mann. Eben hatte Oli mitten im Nirgendwo Jesus herausgefordert: «Wenn es dich gibt, dann zeig dich mir!» Und dann tippt ihn plötzlich dieser Mann von hinten an und fragt: «Suchst du wen? ... Ich glaube, du bist auf der Suche nach Gott!»  » zur Quelle auf erf-medien.ch
Diese amüsante Begegnung ist geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit seitens von Oliver Schalk. Natürlich hätte er auch auf die Knie gehen können, nach der Redensart «du kannst Gott auf Knien danken, dass dir nichts passiert ist». Jesus selbst war oft auf den Knien und hat in dieser Haltung gebetet.

Was ist nun richtig und wie kann man beten lernen?

Soll ich so beten, wie mir der Schnabel gewachsen ist? So wie es kleine Kinder machen? Locker vom Hocker? Oder soll ich eine bewusst demütige Haltung einnehmen? Lässt sich diese Frage überhaupt beantworten – oder geht es um eine ganz individuelle Beziehung von jedem, letztendlich einzigartigen Menschen zu Gott? Was auch immer wir mit unserer Sprache ausdrücken wollen, unsere Geschichte und unsere Erziehung prägt unsere Haltung gegenüber Gott, die ganz einfach ehrlich sein sollte. Vor ihm gibt es nichts zu verstecken. Er weiss, was wir brauchen, noch bevor wir ihn bitten. Er hat uns einzigartig gemacht. Jeden Menschen! Daher dürfen wir auch einzigartig mit ihm reden, ihn suchen, ihm unsere tiefsten Geheimnisse anvertrauen. Wie wir beten, hat darum in erster Linie mit Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen zu tun. Das, was auch in irdischen Beziehungen tragendes Fundament ist.